Geschichtliches zur Seife

Die reinigende Wirkung einer Substanz aus Fett und Asche entdeckte man bereits 3 Jahrhunderte vor Christus im Alten Rom. Auf dem römischen Hügel Sapo fanden zur damaligen Zeit Tieropfer statt. Das Regenwasser das vom Hügel herunterrann machte die Wäsche besonders sauber. Bis zur Verwendung der Seife zur Reinigung des Körper dauerte es dann doch noch ca. 400 Jahre. Erst Galen von Pergamon ein Arzt der von 129 bis 199 n.Chr. lebte erkannte die heilende und reinigende Wirkung der Seife und setzte Sie in der Körperpflege ein.

Im Mittelalter geriet dann Seife mehr und mehr in Vergessenheit. Interesse am Körper und das Baden wurde mit dem Teufel in Verbindung gebracht und nicht zuletzt wurde Seife nicht nur von Handwerkern hergestellt sondern auch von kundigen Frauen oder "Hexen" denen man das Teufelswerk austrieb indem man Sie verbrannte und viel Wissen damit vernichtete.

Erst im 13. Jahrhundert taucht die Seife wieder als Körperpflegemittel vermehrt auf. Seife wird zur damaligen Zeit immer noch aus Holzasche und Fetten/Ölen hergestellt. Duftöle, Farben und Zusätze sind noch sehr teuer und werden erst später der Basisseife in einem zweiten Arbeitsschritt hinzugefügt.

Der berühmte Refrain aus einem Lied in einem Stück von Nestroy "An Aschn, an Aschn" gesunden auch von Otto Schenk weist auf das Seifensiederhandwerk zur damaligen Zeit hin. Für die von den Haushalten abgegebene Asche erhielten diese vom Aschensammler ein Stück Seife als Gegenleistung.