Seife in der heutigen Zeit

Industrielle Herstellungsverfahren von Seife heute sind dem Herstellungsverfahren im 19. Jahrhundert gar nicht so unähnlich. Die Zudaten (Fette und Öle) werden erhitzt. Die Lauge wird mit einem höheren Wasseranteil zugesetzt. Der Seifenleim wird dann so lange warm gehalten bis die enthaltenen Öle/Fette vollständig verseift sind. Überschüssige Lauge wird durch die Zugabe von Salz neutralisiert. Dabei sondert sich die fertige Seife an der Oberfläche ab und das überschüssige Wasser kann so leicht abgelassen werden. 
Leider ist in diesem Wasser das bei der Verseifung als Nebenprodukt entstehende Glyzerin mitenthalten, welches später wieder aus der Lösung aufbereitet und verkauft wird. Glyzerin hat feuchtigkeitsbindende Eigenschaften. Wenn industriell hergestellten Seifen Glyzerin enthalten ist, wurde dieses später wieder zugegeben. 
Die auf diese weise hergestellte Basisseife wird später "feinverseift" und dabei mit Duft und Farbe versehen. 
Für industriell hergestellte Seifen wird leider vielfach tierisches Fett vom Schlachthof verwendet. Sozusagen ein Abfallprodukt. Bei handgemachten Seifen kann man sich die Inhaltsstoffe selbst aussuchen. Auf jeden Fall eine wesentlich appetitlichere Variante. 

Diese Webseite dokumentiert und hilft dabei wohlriechende, pflegende und gut hautverträgliche Seifen aus pflanzlichen Ölen herzustellen. Natürlich beschreibe ich  auch die Herstellung von Seifen aus tierischen Fetten. Da einige pflanzliche Öle jedoch besonders pflegende Eigenschaften besitzen und die Herkunft tierischer Fette keineswegs besonders dafür spricht diese einzusetzen werde ich mich eher mit der „vegetarischen“ Seife befassen.